Kampagne

Kohlestopp global!

Die Kohlekommission diskutiert, wie und wann Deutschland ohne Kohle auskommen kann. Aber bis dahin laufen unsere Kraftwerke weiter – auch mit Kohle aus Südafrika und Kolumbien.

So fördern wir dort Umweltzerstörung und Gewalt. Das muss aufhören. Gemeinsam schaffen wir den echten Ausstieg.

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Welchen Schaden richtet die importierte Kohle an?

Deutschland ist europäischer Kohle-Importmeister. Denn die deutschen Steinkohlekraftwerke laufen schon jetzt überwiegend mit Kohle aus Ländern wie Kolumbien, Russland oder Südafrika.

Dort verseucht der Kohlebergbau Wasser und Luft, so dass viele Menschen in den Kohlerevieren krank werden. In Kolumbien verschärft der Bergbau Wasserknappheit und Hunger so sehr, dass Kindern verhungern.

Für die riesigen Tagebaue werden Menschen aus ihrer Heimat ohne Entschädigung vertrieben. Gewalt bis hin zu Morden von Menschenrechtsverteidigern und Aktivisten sind in vielen Kohlerevieren weltweit trauriger Alltag.

Trotzdem investieren deutsche Unternehmen ungebremst in weltweite Kohlegebiete. Außerdem exportiert Deutschland Kohletechnologie und fördert über Kredite den Bau von Kohlekraftwerken.

 

Warum brauchen wir den schnellen Kohleaustieg?

Wegen seiner Kohlekraftwerke gehört Deutschland zu den Ländern, die am meisten Treibhausgase produzieren. Allein die jährlich rund 50 Millionen Tonnen importierte Steinkohle schaden dem Klimagefüge. Denn jede siebte Tonne Treibhausgas, die Deutschland ausstößt, entsteht aus dieser Steinkohle. Dazu kommt der größere Anteil der noch schädlicheren Braunkohle.

Um die Klimakatastrophe zu verhindern, brauchen wir einen schnellen weltweiten Kohleausstieg. Auch für die Beschäftigen der Kohlebranche und die Menschen in den Kohlerevieren. Denn je früher der Kohleausstieg vereinbart ist, desto mehr Möglichkeiten gibt es für einen erfolgreichen Strukturwandel.



Was fordert MISEREOR?

  • Den kompletten Ausstieg aus der Kohleverstromung, und damit auch das Ende aller Kohleimporte nach Deutschland

  • Bis zum Ende der Steinkohle die gesetzliche Verpflichtung der Unternehmen die Menschenrechte in den Abbaugebieten zu achten

  • Das Ende der Exportförderung von Kohletechnologien und Kohleinfrastruktur ins Ausland


Die weltweiten, zerstörerischen Folgen der Kohleindustrie werden häufig relativiert oder verneint. Wir haben wichtige Argumente zusammengefasst, warum wir einen echten Ausstieg brauchen. Bringen wir Licht ins Dunkel der Kohle!

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Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e. V. ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nr. 201/5900/5748, vom 03.04.2018 für das Jahr 2016 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.